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Academy-Feedback: Anne

Aktualisiert: 26. Jan.

In dieser Reihe stellen wir dir ehemalige Teilnehmende der Tiny Farms Academy und ihre persönlichen Erfahrungen vor.


Sabine

Was hat dich zur Teilnahme an der Tiny Farms Academy bewegt? 


"Ich war schon immer am Gärtern und der Landwirtschaft interessiert, habe aber nicht den familiären Hintergrund dazu und habe dann letztendlich beruflich etwas anderes gemacht. Letztes Jahr habe ich meinen Bürojob aufgegeben mit der Vorstellung in der zweiten Hälfte des Berufslebens etwas Sinnstiftendes und Praktisches an der frischen Luft zu machen. Die Teilnahme an der Tiny Farms Academy war (neben viel Lektüre zum Thema) ein erster Schritt dazu. Zum einen wollte ich in die kleinteilige biologische Landwirtschaft heutzutage hineinschnuppern, zum anderen mein eigenes gärtnerisches Können für meinen Hausgarten professionalisieren."


Wie viel Erfahrung im Gärtnern und Gemüsebau hattest du vor der Academy? 


„Ich habe seit ein paar Jahren ein großes Grundstück am Stadtrand von Berlin und habe von Jahr zu Jahr immer mehr Gemüse für den eigenen Verbrauch angebaut. Ein paar Kulturen kann ich schon ganz gut, aber es war doch noch eine Menge Versuch und Irrtum mit dabei. “


Welche Veränderung im Ernährungssystem möchtest du mitgestalten?


"In meiner Kindheit hatten viele Leute eigenes Obst und Gemüse, haben es eingekocht oder haltbar gemacht. Viel alltägliches Wissen geht allmählich verloren. Ich denke, dass viele Probleme der heutigen Gesellschaft (Gesundheit, Ernährung, Transportwege u.a.) vermindert werden könnten, wenn wir als Gesellschaft in der Lage wären, wieder einen größeren Anteil unseres Essens selbst zu Hause und in der unmittelbaren Umgebung zu produzieren und weiter zu verarbeiten. Ich probiere das im Privaten aus, merke, dass das Interesse bei Freunden und Bekannten daran wächst und kann mir vorstellen, dass dies irgendwann auch zu einem größeren Projekt wird."


Was hat die Tiny Farms Academy in dir bewegt?


"Es ist berührend direkt zu erfahren, dass viele Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenslagen sich mit der derzeitigen Form der Landwirtschaft unwohl fühlen und sich Kompetenzen aneignen wollen, um daran etwas ändern zu können. Der Ansatz bei Tiny Farms, das große Anliegen auf die praktische Ebene herunter zu brechen ermutigt einen, nicht nur im Theoretischen zu bleiben, sondern tatsächlich aktiv zu werden. Nach dem Motto der vielen kleinen Schritte an vielen verschiedenen Orten ...."


Was gefällt dir am Market Gardening Ansatz?


"Biologisch, ökologisch, kleinteilig, keine große Maschinen, direkte Vermarktung und im Prinzip machbar für jedermann."


Was sind deine nächsten Schritte für die Verwirklichung deines Projekts?


"Vielleicht werde ich nächstes Jahr das Co-Farming von Tiny Farms machen, vielleicht in einer Gärtnerei mitarbeiten ... für eine Selbständigkeit in diesem Bereich ist es familiär noch zu früh, aber perspektivisch arbeite ich darauf hin. Derweil versuche ich das Gelernte in meinem eigenen Hausgarten umzusetzen oder an meine Gegebenheiten anzupassen." 


Was konntest du von anderen Kursteilnehmenden lernen?


"Bereichernd waren die Kennenlernrunden, der Austausch bei der Feldarbeit und am Mittagstisch, der Inner Work Workshop: die Beweggründe, die Erfahrungen und die Ideen der anderen erweitern den eigenen Horizont und die Vorstellungen darüber, was möglich und machbar ist." 


- Anne W., Teilnehmerin der Academy 2025 in Brandenburg




Fotocredit: Carla Ulrich




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